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Im Jahr 2007 hat sich eine feste Feuershowtruppe im Fränkischen Ritterhaufen etabliert. Die Feuershow war anfangs die zweite Attraktion neben unseren Schaukämpfen, hat sich inzwischen aber eigenständig zur Hauptattraktion für Buchungen entwickelt. Die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten machen derzeit den größten größten Teil an Buchungen aus. Bestellte Feuershowbeauftragte der Gruppe ist derzeit Simone Schröter. Die Feuershow des Fränkischen Ritterhaufens besteht derzeit aus einer Mischung von Feuerartistik und Feuerspucken.
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Pois Poi haben ihren Ursprung bei den Neusseeländischen Eingeborenen, den Maori. Der traditionelle Stil ist etwa 1.000 Jahre alt. Frauen führten mit ihnen Balztänze auf, bei denen die auf Brautschau befindlichen Männer das Reaktions- und Koordinationsvermögen der Tänzerinnen beurteilten. Aus der Sprache der Maori kommt auch das Wort Pois, dass auf Deutsch in etwa mit Ball zu übersetzen ist. Erst Mitte der Neunziger wurden Pois bei Feuerkünstlern verbreitet, allen vorran auf Mittelaltermärkten (mit Feuer als Leuchtkörper) oder auf Teckno-Partys (Feuer eher seltener als Knicklichter oder batteriebetriebenen Leuchtbällen).
Pois bestehen aus den Griffstücken (Fingerschlaufen), die mit einer Kette an dem Leuchtkörper am Ende verbunden sind. Der Leuchtkörper bei Feuerpois bestehen aus einem Dochtband, dass mit Lampenöl oder Petroleum getränkt wird. Pois sind seit Anbeginn der Feuershow fester Part im Programm des Fränkischen Ritterhaufens. |
Feuerfächer Eigentlich ist ein Fächer ja ein Gegenstand, der dazu benutzt wird einen Luftzug zur persönlichen oder Abkühlung anderer zu entfachen (vorab: Feuerfächer eignen sich dafür gar nicht). Fächer kommen ursprünglich aus Japan. In den schwülheißen Sommermonaten der Heianzeit erwies sich der Fächer als ein praktisches und beinahe unverzichtbares Instrument, um sich Kühlung zu verschaffen, Insekten zu vertreiben oder auch um Feuer anzufachen. Zudem diente der Fächer dient auch als Ausdrucksträger beim Tanz, wie z. B. es in historischen japanischen Filmen zu sehen ist. Hier kommen wir auch wieder zu unserer feurigen Variante.
Das Eisengestell in Fächerform beherbergt fünf Spitzen aus Dochtband, die - erst einmal entflammt - ein einmaligen Feuershowerlebnis bieten. Gekonnt bewegt oder durch elegantes Werfen und Auffangen zeigen hier die Feuerkünstler ihr Können. |
Engelsflügel Engelsflügel basieren auf dem gleichen Prinzip wie Pois, unterscheiden sich dafür deutlich beim Leuchtkörper, der vor allem durch seine Länge ein vollkommen anderes Flammenbild hinterlässt.
Der Name "Engelsflügel" kommt von einem bestimmten Bewegungsablauf mit diesem Feuershowgerät: Hinter dem Körper geschwungen sieht es so aus, als besäße der Feuerartist Flügel aus Feuer. Ein großer Unterschied zu den Pois ist zudem die Farbe der Flammen, die bei den Flügeln nach kurzem Schwingen schnell in blau zügelndes Feuer umschlagen.
Engelsflügel sind weltweit unter unterschiedlichen Namen bekannt: Im englischen Sprachgebrauch sind sie ebenfalls als "Anglewings" bekannt, aber auch "Fairywings", "Snakes" oder eine Zuordnung zu den "Flags" wird öfters gebraucht. |
Feuerstab Ein Feuerstab kann aus unterschiedlichen Materialien bestehen und ist meist ca. 1, 40 Meter lang - je nach belieben des Feuerkünstlers auch länger oder kürzer. An beiden Ende befinden sich Dochtbänder.
Langsam bewegt bietet der Stab ein tolles Bild und zeigt anhand der flüssigen und vielfältigen Bewegungsabläufe das Können seines Künstler. Schnell bewegt ergeben sich Flammenbilder, die leicht an Pois erinnern und ein wahres Feuerspektakel bieten. Obwohl das Instrument einfeich wirkt, gehört vor allem zu dieser Gerätschaft langes intensives Training.
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Feuerzöpfe Feuerzöpfe basieren auf den Prinzip von Pois. Der Leuchtkörper besteht hier aber aus dicht geflochtenen Dochtband, dass einem Haarzopf ähnent und der Feuershowgerätschaft seinem Namen gibt.
Ein besonderes Merkmal der Zöpfe im Gegensatz zu normalen Pois oder Engelsflügeln ist das Gewicht. Voller Brennflüssigkeit ist neben Können auch Kraft von Nöten, die Zöpfe in Bewegung zu halten und Moves damit auszuführen.
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Feuerseil Das Feuerseil kann individuell eingesetzt werden. Alleine eine ständige Schwingbewegung durch zwei kräftige Feuerkünstler an beiden Enden lässt zauberhafte Flammenbilder entstehen. Das Können der Künstler lässt sich übrigens an der Zahl der Feuerkreise ablesen. Sind zwei Feuerkreise (siehe Bild) noch einfach, fordert es viel Erfahrung und Kraft das Seil auf bis zu fünf Kreise zu schwingen.
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Flammenschwerter Eine der ungewöhnlicheren Werkzeuge unserer Feuershow: Ähnlich wie der Feuerstab, doch mit längeren Dochten. Der Stab ist in der Mitte zerlegbar und lässt sich in zwei Schwerter teilen. Feuerfeste Handschuhe sind hier unverzichtbar.
Wir benutzen die Flammenschwerter nur in der Schwertform, meist als Zugabe. Nicht selten hören wir im Anschluss Anektoten in Richtung "Star Wars", wobei der Auftritt eigentlich eher als artistische Einlage, als als Kampf anzusehen ist. Hier geht es nicht um Schaukampf, sondern darum, dass der Feuereffekt beim Publikum wirkt. |
Fackelpoi Auch als "Schwingfackel" bekannt. Die Fackelpoi sind - wie der Name schon sagt - einer Fackel sehr ähnlich. Sie sind meist aus Alu mit einem Holzkern. Das eine Ende besteht aus einem Dochtband, das anderen aus einem runden Knob, der für die Schwingbewegungen nötig ist.
Mit den Fackelpoi lassen sich alle Poiabläufe in etwas geminderter Geschwindigkeit adaptieren. Teilweise ist es sogar einfacher, bestimmte Bewegungsabläufe nacheinander zu schalten, da keine Kette die Bewegung mitbestimmt, sondern nur die Arme des Feuerkünstlers. |
Die "Death Metal" Die "Death Metal" ist eine Doppelklingen-Sense und die neuste Attraktion der Feuershow des Fränkischen Ritterhaufens.
Gebaut und entworfen von unserem Mitglied Corinna Weiß stellt sie mit ihren übergroßen Flammen die hellste der Gerätschaften unserer Feuershow dar. Insgesamt 7 Meter Dochtband garantieren für ein einzigartiges Flammenerlebnis. Der erste Einsatz ist im Oktober 2009 geplant. |
Bärlappsporen Bärlappsporen sind die Sporen mehrerer Bärlapp-Arten und werden unter anderem auch Hexenkraut, Teufelsklaue oder Drudenkraut genannt. Bärlappe sind eine Gattung der Gefäßsporenpflanzen - sie kommen insbesondere in Nadelwäldern, felsigen Abhängen oder in Heiden vor. Ihre Sporen wurden bereits im Mittelalter zum Erzeugen pyrotechnischer Effekte benutzt. Sie waren ein fester Bestandteil magischer Rituale und Zauber - und zwar in der selben Weise wie wir sie für unsere Feuershow benutzen. Der Effekt bei Bärlappsporen entsteht, wenn man die zerstäubten Sporen entzündet und damit eine Mehlstaubexplosion auslöst. Bei Werfen der Sporen ins Feuer (per Hand) entsteht eine helle Stichflamme. Die Temperatur dabei bleibt relativ gering und kann mit der kurzen Dauer der Flamme als nahezu gefahrlos eingestuft werden.
Das Pulver der Bärlappsporen, welches in Fachgeschäften für Pyrotechnik zu erwerben ist, ist leicht, gelblich, geruch- und geschmacklos (in manchen Ländern wird die Bärlapppflanze auch verzehrt). Ein Produkt mit vergleichbaren Eigenschaften existiert nicht - eine synthetische Herstellung ist bisher nicht gelungen. |
Schleier- und Bauchtanz Die neuste Addition unserer Feuershow kam zum ersten Mal im April 2009 zum Einsatz. Bauchtanz ist eine orientalische Tanzform, die ursprünglich "Raqs Sharqi" heißt, was soviel wie "Tanz des Ostens" bedeutet.
Er wird traditionell nur von Frauen getanzt. Zum Bauchtanz gehört ein spezielles Kostüm, dessen Ursprung ägyptischer Natur ist, wo der Tanz in den 1920er Jahren seine heutige moderne Form gefunden hat. In einem klassischen Solotanz wird als Accessoir häufig ein Schleier benutzt. Die Darbietung des Fränkischen Ritterhaufens beginnt mit einem Schleiertanz und wechselt anschließend in einen reinen Bauchtanz. |
Feuerspucken Beim Feuerspucken spuckt oder pustet ein Mensch ein Brandmittel gegen eine Feuerquelle, meist eine Fackel. Wird das Brandmittel dabei fein zerstäubt, ist die Gesamtoberfläche der Brandmittelpartikel sehr hoch. Das Brandmittel verbrennt dadurch sehr schnell und es entsteht eine helle und heiße Flamme.
Die Feuerspuckflüssigkeit, die der Fränkische Ritterhaufen benutzt ist geschmacksneutral und im Gegensatz zu anderen Mitteln am Markt nur gering gefährlich für den Feuerspucker. Das Schlucken geringer Menge von gereinigtem Petroleum kann zu kurzweiligen Verdauungsproblemen führen - dem geübten Feuerpucker passiert das natürlich nicht. Lebensgefährlich kann Feuerspucken beim Einatmen der entzundenen Flüssigkeit werden. Die Fackeln sind einfache Metallstäbe mit Dochtband. |
Aufbau der Show Die meisten Feuershows (z. B. auf Mittelaltermärkten) sind auf Masse aus: Viele Feuerkünstler zeigen auf einmal die unterschiedlichsten Gerätschaften und zeigen ihre Kunst. Bei der Feuershow des Fränkischen Ritterhaufens geht es um Bombast. Wir benutzen donnernde Showmusik und schicken dann die einzelnen Künstler nacheinander auf die Bühne, um das Publikum an die jeweilige Darbietung zu fesseln. Schließlich will jeder Künstler seinen Applaus und wir wollen ehrlich gesagt nicht, dass auch nur eine unserer Feuerattraktionen aufgrund von Masse untergeht. Außer bei den Pois, bei denen auch Darbietungen mit mehreren Darstellern sich mehr als nur anbieten oder beim Finale wird die Aufmerksamkeit des Publikums also nicht größer beansprucht, sondern punktuell eingesteuert.
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Musikuntermalung Der Ritterhaufen versucht mit entsprechender Musik ein teils mystisches, teils unterhaltendes Ambiente passend zur Aufführung zu bieten. Musikalisch wandern wir dabei zwischen bombastischen Stücken und ruhigen Songs aus den Bereichen Symphonic Metal und Mittelalter. Die Musik ist für jede Art von Auftrittsort passend. |